Glocknergebiet: Zwei Seilschaften abgerutscht

Im Glocknergebiet an der Grenze zwischen Kärnten und Osttirol sind Montagvormittag zwei Menschen bei einem Alpinunfall verletzt worden. Zwei Seilschaften waren abgerutscht. Erste Meldungen über ein Schneebrett konnten von der Polizei nicht bestätigt werden.

Am Wochenende unternahm eine Gruppe mit elf Wanderern aus Ternberg in Oberösterreich, auf dem Großglockner, in der Glocknergruppe, in den Hohen Tauern im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Osttirol eine alpine Wanderung. Nachdem die Gruppe in der Erzherzog Johann Hütte genächtigt hatte teilten sie sich am Sonntag in zwei Seilschaften.

Beim Wiederabstieg rutschte im sogenannten „Eisleitl“ ein 54-jähriger Mann aus und rutschte in das Sicherungsseil. Die gesamte Seilschaft rutschte über den rund 45 Grad steilen Firnhang ab. Dabei prallte sie gegen die zweite Seilschaft und riss diese ebenfalls mit in den Auslauf des Hanges.

Zwei Männer verletzt

Durch das Abrutschen zogen sich zwei Männer, 52 und 51 Jahre alt, an der Schulter und an den Beinen Verletzungen unbestimmten Grades zu. Die beiden Männer wurden vom Rettungshubschrauber in das Landeskrankenhaus Zell am See gebracht. Erste Meldungen über den Abgang eines Schneebretts konnten von der Polizei Heiligenblut nicht bestätigt werden. Bei der Alarmierung der Polizei hatte es am Montag zunächst noch geheißen, dass bei dem Unfall eine Lawine ausgelöst wurde.