Trigonale weitet Spielplan aus

Im Rathaus St. Veit an der Glan wird am Sonntag im Rahmen eines Kammermusikkonzertes das Programm der Trigonale 2017 präsentiert. Der Spielplan des Festivals für Alte Musik wird auf den Frühsommer ausgeweitet, der musikalische Bogen spannt sich quer durch Europa.

Die Trigonale 2017 findet von 1. bis 10. September in Sankt Veit an der Glan, Tanzenberg, Sankt Georgen am Längsee und Sankt Peter bei Taggenbrunn statt. Als eine Art Ouverture für das Festival alter Musik im Spätsommer gibt es schon im Juni ein zweiteiliges musikalisches Zwischenspiel, das für Pergolesis Barockoper „La serva Padrona“ komponiert wurde. Es sind mehrere Aufführungen im Tonhof von Maria Saal geplant.

Basierend auf bereits seit Jahren bestehenden Kooperationen mit der Carinthischen Musikakademie in Ossiach und Knappenberg und mit der Diözese Gurk erklingen am 24. Mai in der Stiftskirche St. Georgen am Längsee Deutsche Kantaten des Frühbarock und im Alban Berg-Saal in Ossiach am 1. Juli, Klänge einer barockmusikalischen Reise in die Natur zwischen Wien und Venedig.

„Alles was Odem hat, lobet den Herren“

Als kirchenmusikalischen Höhepunkt für das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ gab es einen Kompositionsauftrag für musikalische Andachten der evangelischen Kirche. Dazu Stefan Schweiger, Leiter der Trigonale: „Alles was Odem hat, lobet den Herren" für die Besetzung Laute und Sopran. Es konnten zwei Komponisten gefunden werden. Einer ist Tristan Schulze, der andere Christian Muthspiel. Gerade in Anlehnung an Luther, der gesagt hat, ‚Dem Volk eine Stimme geben‘, war es mir ein Anliegen, dass die Musik die entsteht, zumindest teilweise Einzug findet in die allwöchentliche Verwendung im Gottesdienst. Deswegen sind sie auch bewusst einfach geschrieben, so dass man es wirklich singen wird können.“

„Ensemble in residence“ beim Eröffnungskonzert

Choräle nach Luther sind am Septemberspielplan der Trigonale zu finden. Dann wird es auch ein „Ensemble in residence“ geben. „Ein Ensemble, das aus über 20 Musikern besteht, die aus zehn oder elf Nationen stammen, mit kleineren kammermusikalischen Projekten. Wir haben heuer erstmals Lars Ulrik Mortensen vom Concerto Copenhagen hier, der als Leiter des Eröffnungskonzerts mit dem Ensemble fungieren wird.“

Als geographische Pole schlagen sich der Norden Europas und das Mittelmeer nieder. Budgetär streckt sich die Trigonale nach der Decke - der Subventionsrahmen entspricht dem Vorjahr, trotz des Verlustes eines jahrelangen Hauptsponsors.

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