Reformationsjahr mit vielen Veranstaltungen

2017 ist das große Reformationsjahr der Evangelischen Kirche. 500 Jahre nach dem Thesenanschlag vom Martin Luther in Wittenberg ist auch in Kärnten ein dichtes Programm geplant. Klagenfurt und Villach präsentieren sich als Lutherstädte.

Ausstellungen, Konzerte, Theater und Kabarett, ein Kompositionsprojekt ebenso wie eine Kunstinstallation und Feste in den Pfarren sollen auf das evangelische Glaubensleben aufmerksam machen. Superintendent Manfred Sauer sagte, man erhoffe sich, dass man mit dem Jubiläum auch auf den Kernpunkt der Reformation zurückkommen könnte, auf die Heilige Schrift. Aus ihr die Kraft für Freiheit und Verantwortung zu schöpfen.

Man lebe in einer Zeit der Verunsicherung und Herausforderungen, wie gehe man mit Freiheit um. Man müsse für die erkämpfte Freiheit einstehen, so Sauer.

Im Zeichen der Ökumene

Einen Eröffnungsgottesdienst zum Reformationsjubiläum wird es am 22. Jänner in der Klagenfurter Johanneskirche geben. Er steht ganz im Zeichen der Ökumene, so Sauer: „Mit dem Jubiläum wollen wir keine Lutherfestspiele veranstalten, sondern zeigen, dass sich aus dem Weg der Ökumene viel Positives entwickelt hat. Es ist ein Miteinander und Füreinander geworden.“

Einig zeigen sich auch Klagenfurt und Villach. Sie folgen einer Einladung der Kirchen Europas und sind zwei von insgesamt 75 Reformationsstädten Europas, die ihre evangelische Geschichte heuer in den Mittelpunkt stellen. Villach ist heute noch die größte evangelische Gemeinde in Kärnten, sagte Bürgermeister Günther Albel (SPÖ). Man habe daher vor, eine Sonderausstellung dem Thema Reformation zu widmen. Es sei eine Zeit der Umbrüche damals gewesen, auch das wolle man herausarbeiten.

Doppeltes Jubiläum in Klagenfurt

Wie sehr die Geschichte der Protestanten im Land mit der der Entwicklung von Klagenfurt zusammenhängt, betonte auch Bürgermeisterin Marie Luise Mathiaschitz (SPÖ). Es gebe eine ganz besondere Beziehung zum Reformationsjahr, denn vor 500 Jahren (1518) habe Kaiser Maximilian den evangelischen Landständen die nach den Bauerkriegen in Schutt und Asche liegende Stadt Klagenfurt geschenkt. Diese bauten die Stadt wieder auf, so Mathiaschitz. Mit Themenschwerpunkten wird es in jedem Monat verschiedene Veranstaltungen zum großen Reformations-Jubiläumsjahr geben.

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