Kaiser für 38-Stunden-Woche

Mit einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden will Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) zehntausende neue Arbeitsplätze schaffen. Bundesweit wird derzeit eine Sozialdebatte über Arbeitslose und Zuwanderung geführt.

Österreich befinde sich in einer schwierigen Arbeitsmarktsituation, sagte Kaiser am Sonntag in einer Aussendung. Deswegen brauche es eine engagierte und mutige Arbeitsmarktpolitik, so Kaiser, der die Ablehnung der ÖVP gegen SPÖ-Vorschläge kritisierte - mehr dazu in Sozialdebatte dreht sich weiter (news.ORF.at).

„Österreich ist Hochleistungsland“

Kaiser will auch über eine Arbeitszeitverkürzung diskutieren. Österreich sei ein Arbeitszeit-Hochleistungsland. In kaum einem anderen Land der EU leisten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer derart viele Wochenstunden: „Durch eine Reduzierung der Arbeitszeit auf beispielsweise 38 Stunden, könnten zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden“.

Für eine Umsetzung brauche es nicht nur politischen Konsens. Man müsse innerhalb der Sozialpartnerschaft auch nach Möglichkeiten suchen, beispielsweise durch Vereinfachungen und Bürokratieabbau, die Wirtschaft dafür zu gewinnen, sagte Kaiser. Derzeit gilt eine Normalarbeitszeit von 40 Stunden, wobei manche Kollektivverträge aber auch eine kürzere Arbeitszeit vorsehen.