Minister bei St. Andräer Agrarwoche

Bei der Eröffnung der St. Andräer Agrarwoche war auch Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) unter den Gästen. Abseits der Eröffnung nahm er auch zum HCB Skandal im Görtschitztal Stellung.

Die Eröffnung der Agrarwoche in der Landwirtschaftlichen Fachschule St. Andrä im Lavanttal fand am Montag statt. Rupprechter ließ sich, was die Sanierung der Giftdeponie in Brückl betrifft, nicht in die Karten blicken. Es handle sich schließlich um ein laufendes Verfahren, sagte Rupprechter: „Es gibt einige unter den Bewerbern, die tatsächlich in der Lage sind, dieses große Projekt anzugehen.“

Donau Chemie Deponie Blaukalk

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Die Giftdeponie der Donauchemie muss saniert werden.

Thermische Verwertung bevorzugt

Die Donauchemie hat die Sanierung der Giftdeponie in Brückl ausgeschrieben, das Verfahren läuft noch. Oberste Behörde ist das Umweltministerium. Die Kosten für die Sanierung werden auf 70 Millionen Euro geschätzt. Aber auch günstigere Varianten sind denkbar, etwa wenn der Blaukalk in geeigneten Behältern gelagert und fachgerecht vergraben wird. Diese Lösung sei aber nicht die erste Wahl. Rupprechter: „Die Versiegelung ist sicher die letzte Option, die wir angehen. Im Zweifelsfall müsste man das aber so vorsehen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es zu einer thermischen Verwertung kommen kann.“

Umweltminister Ruprechter zu HCB Görtschitztal

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Andrä Rupprechter (ÖVP), Bundesminister für Landwirtschaft und Umwelt.

Unterstützung durch Marketingprogramm

Auch wenn die Belastung der Produkte unter dem Grenzwert liegt, leiden die Direktvermarkter aus dem Görtschitztal, weil sie ihre Waren nicht oder nur schwer los werden. Von Seite des Bundes gebe es da Unterstützung, sagte Rupprechter: „Gemeinsam mit Agrarreferent Christian Benger - der sich sehr stark gemacht hat - haben wir den Futteraustausch durchgeführt, damit wieder HCB-frei produziert werden kann im Görtschitztal. Für die Zukunft haben wir uns auf ein Strategieprogramm verständigt, dass ein umfassendes Marketingprogramm und entsprechende Vermarktungen vorsieht. Ich denke, das ist unter Verantwortung des Agrarreferenten Benger, gut aufgesetzt und wir unterstützen ihn nach besten Möglichkeiten.“

Für die Menchen im Görtschitztal ist die Sanierung der Deponie die Basis für einen Neustart. Die Entscheidung, wie die Deponiesanierung abgewickelt werden kann, wird voraussichtlich im Frühling fallen.

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