Beachvolleyball-EM in Klagenfurt

Das Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt wird kommendes Jahr zu einer Europameisterschaft aufgewertet. Organisator Hannes Jagerhofer erhielt die Zusage des europäischen Verbandes. Gleichzeitig wurde fixiert, dass Klagenfurt bis 2016 Austragungsort des Grand-Slam bleibt.

Die vergangenen Monate seien die härtesten seines Lebens gewesen, erzählte Hannes Jagerhofer bei der am Freitag eilig einberufenen Pressekonferenz in Klagenfurt. Der Vier-Jahres-Vertrag sei ausgelaufen, die Sponsoren haben im Sommer die Verträge gekündigt. Die Zukunft des Beachvolleyball-Events war ungewiss.

Sieger Richard Schuil und Reinder Nummerdor Beachvolleyball Grand Slam

APA/Eggenberger

Dann kam die Nachricht, dass der italienische Volleyball-Verband finanzielle Schwierigkeiten hätte, die EM auszutragen. Jagerhofer witterte seine Chance: „Wir haben es genutzt und freuen uns, dass wir von 30. Juli bis 4. August die EM in Klagenfurt haben werden. Und in den Folgejahren erhalten wir wieder Grand-Slam-Status.“

30 Prozent mehr Besucher

Vor drei Tagen wurde in Luxemburg mit dem europäischen Verband der Vertrag besiegelt. Gestern kam das grüne Licht des Weltverbandes, dass an dem besagten Wochenende auch kein andere Grand Slam stattfinden werde, Parallelveranstaltungen sind damit ausgeschlossen.

Beachvolleyball

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Mit der Aufwertung des Turniers erwartet sich Jagerhofer um 30 Prozent mehr Besucher. „Wir haben rund 9.000 Besucher aus dem Ausland. Bei der EM rechnen wir mindestens mit 18.000. Die Zahl bei Kärntner Fans wird gleich bleiben. Wir haben aus Rest-Österreich rund 63.000 Zuschauer derzeit und rechnen bei der EM mit 73.000. Das ist eine Steigerung von 16 bis zu 60 Prozent.“

Beachvolleyball EM

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Turnier im EM-Stadion keine Option

Auch der so genannte Werbewert des Events für Kärnten soll damit steigen. „Der Werbewert betrug national 13 Mio. Euro. Rund acht Mio. ist der Werbewert für unsere führenden Partner. Mit der EM erhalten wir ungefähr einen Werbewert von rund 42 Mio. Euro.“ Auch die Nettowertschöpfung, also jenes Geld, das durch das Event im Land bleibt, soll von ca. 3,9 auf etwa 4,7 Mio. Euro gesteigert werden.

Dass das Event mit der EM, wie in den vergangenen Wochen diskutiert, ins Stadion ausweicht, ist für Jagerhofer ausgeschlossen. „Im Wörthersee-Stadion bin ich zu weit von meinem Platz. Ich müsste die gesamt Tribünensituation neu bauen und ändern. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Bilder um die Welt zu senden. Kärnten steht für eine einzigartige Landschaft und die schönste Badewanne der Welt.“

Freier Eintritt bleibt

Der Eintritt wird auch bei der EM frei sein. Rund 4,2 Mio. Euro soll das Turnier kosten. Bund, Stadt und Land sollen das Event mit 1 Mio. Euro unterstützen. Wer wie viel zahlt, wollte Jagerhofer noch nicht bekanntgeben."

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