Jäger schießen zu wenig weibliches Wild
Der Schaden, den das Wild durch Verbiss und durch Schälen verursacht, wird von der Landwirtschaftskammer Kärnten auf auf 20 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Die Jäger dehnten mittlerweile ihre Jagdzeiten für Hirsche aus, dennoch werden zu wenig Tiere geschossen. Es gibt bereits Sanktionen für Jagdberechtigte, die bei den Abschüssen weit unter der Pflicht liegen oder nur auf Trophäen, also männliche Tiere aus sind.
Keine Strafen sondern Sperrbescheide
Landesjägermeister Ferdinand Gorton: „Strafen gibt es nur in der Form, dass vom Bezirksjägermeister Sperrbescheide erlassen werden können, in jenen Jagden, wo man Rehbock und Hirsch erfolgreich bejagt, aber vergisst auf Geiß, Kitz, Tier und Kalb zu erlegen.“
Der Jagd werde im Bescheid mitgeteilt, dass kein Geweihträger mehr erlegt werden dürfe, sondern dass das Kalbwild, das weibliche und Jungwild erlegt werden müsse. Erst nach einer bestimmten Anzahl von Abschüssen dieser Tiere dürfen wieder Geweihträger gejagt werden, so Gorton.
Die Jäger erlegen lieber Geweihträger, sagte Gorton, warum auch nicht. Das sei die Freude an der Jagd, aber es komme die Verantwortung dazu, dass man die Abschusspläne erfüllen müsse.
Publiziert am 22.10.2012

