Kampf gegen 14-Meter-Mauer
Direkt an der Grenze zum Haus von Asim Kurič soll bis Jahresende der 14 Meter hohe Wohnblock errichtet werden. Seit 1991 lebt der gebürtige Bosnier in Kärnten, schon einmal hat er sein Daheim verloren.

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Das Grundstück, das bebaut werden soll. Rechts davon der Grund von Asim Kurič.
Schon einmal alles verloren
Kurič: „Jetzt kommt mir vor, mir passiert das noch einmal im Leben. Ich habe in Bosnien alles verloren, mit fleißiger Arbeit habe ich mir hier wieder alles aufgebaut. Und jetzt besteht die Gefahr, dass ich das alles wieder verliere.“

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Der betroffene Hausbesitzer Asim Kurič.
„Wenn diese Mauer gebaut wird, habe ich lebenslang Schatten, die Lebensqualität wird massiv beeinträchtigt. Ich hoffe, dass das nicht passiert“, sagte Kurič.
Bauarbeiten im eigenen Garten
Während der Bauarbeiten muss Kurič mehrere Monate rund 100 Quadratmeter seines Gartens zur Verfügung stellen. Carport, Kinderspielplatz und Teich müssen laut einem rechtskräftigen Baubescheid in zweiter Instanz weichen.
Die letzte Instanz ist jetzt der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in Wien. Bis die Höchstrichter eine Entscheidung treffen, können aber Jahre vergehen.
Vorschriften gelten nicht:
Albert Krainer, Landesregierung: „Im vorliegenden Fall gelten die Abstandsvorschriften der Kärntner Bauvorschriften deswegen nicht, weil die Stadtgemeinde Villach einen Teilbebauungsplan erlassen hat.“
Baufirma will nicht mehr warten
Solange will die Errichterfirma nicht warten. Acht der zwölf Wohnungen sind bereits verkauft, Ende das Jahres sollen sie bezugsfertig sein.
Arne Pedersen, Geschäftsführer der Wohlfühl-Wohngruppe: „Sollte der Verfassungsgerichtshof – wider Erwarten – eine andere Meinung haben, so wird sich unser Unternehmen natürlich gegenüber dem Magistrat Villach schad- und klaglos halten.“
Kurič wehrt sich mit Bauverbotsklagen und will weiterhin keine Arbeiter auf sein Grundstück lassen. In der Hoffnung, dass er in letzter Instanz doch noch recht bekommt.
Publiziert am 05.03.2012

