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Emigrantenmuseum in Cavasso Nuovo
Im Palazzo Conti Polcenigo Fanna, in dem auch das Rathaus untergebracht ist, wird an jene Menschen aus der Region Friaul erinnert, die ausgewandert sind.
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Das Emigrantenmuseum wurde im Jahr 2000 eröffnet. Mehr als 400 Fotos, Dokumente und Gegenstände erinnern an jene mutigen Frauen und Männer, die ausgewandert sind und sich in einem fremden Land ein besseres Leben erhofft haben.
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Es waren in erster Linie wirtschaftliche Gründe, die im 19. und 20. Jahrhundert Italiener zwangen, woanders ihr Glück zu versuchen.
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Viele Männer hatten traditionelle Handwerksberufe gelernt. Die Frauen zogen als Straßenhändlerinnen umher oder arbeiteten als Stubenmädchen und Ammen.
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Wenige gründeten Firmen und wurden damit reich.
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SSC-TV (Bild: ORF Kärnten)Michele Bernardon/Museumsleiter
"Alle hier dargestellten Einzelschicksale haben gemeinsam, dass die Leute ihre Heimat verlassen haben in der Hoffnung, im Ausland ein Leben unter besseren Bedingungen anfangen zu können. Viele junge Friulaner haben schon im Alter von 16 und 17 Jahren erkannt, dass hier die Aussichten auf eine gesicherte Existenz nicht sehr gut waren. Und so sind sie ausgewandert, um in der Ferne ihr Glück zu versuchen, so wie das auch heutzutage andere Völker machen."
Einer von ihnen war Liugi del Bianco - ein klangvoller, aber dennoch für Viele unbekannter Name. Dabei war er es, der für die Fertigstellung eines der berühmtesten Wahrzeichen Amerikas verantwortlich war.
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Luigi Del Bianco war Steinmetz. Er hinterließ seine Spuren auf dem Mount Rushmore und war verantwortlich für 380 Arbeiter.
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Immer wieder sind auch Auswanderer zurück in ihre Heimat gekommen - sei es auch nur deshalb, um hier ihren Lebensabend verbringen zu können.
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Einer von ihnen ist Celestino Lovisa. Er lebte 72 Jahre in Deutschland und ist als 86-Jähriger in seine Heimat Friaul zurückgekehrt.
SSC-TV (Bild: ORF Kärnten)Celestino Lovisa/Pensionist
"Das Leben in Deutschland war anders als jenes in Italien. Dort hat mein Vater gearbeitet und dort konnte er sich auch etwas leisten. Hier in Italien hatte er keine Arbeit und wir hätten auf Vieles verzichten müssen. Das war der Unterschied."

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Ab dem Jahr 1960 versiegte der Strom der italienischen Auswanderer immer mehr. Denn die Wirtschaft florierte. Die Arbeitskräfte wurden nun in der Heimat benötigt.
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Diejenigen, die es im Ausland geschafft hatten, haben ihre Wurzeln nie vergessen. Davon zeugen unzählige Ansichtskarten und Briefe im Museum.