Kutschen-WM im slowenischen Lipica

Von 20. bis 24. September treten die besten Zweispänner-Fahrer bei den Weltmeisterschaften in Lipica an. Die berühmten Lipizzaner auf dem Gestüt Lipica gibt es seit dem 16. Jahrhundert.

Erzherzog Karl veranlasste den Bau der Anlage und ließ hier Pferde für besondere Auftritte der Habsburger züchten. Die Kreuzung aus andalusischen Hengsten und Karst-Stuten brachte von Anfang an große Erfolge. Klemen Turk, Zuchtleiter am Gestüt Lipica, sagt über die weltbekannten Pferde: „Unsere Lipizzaner nehmen seit den 1970er Jahren an Wettbewerben teil. In der Monarchie war das natürlich auch schon der Fall, denn die Lipizzaner eignen sich hervorragend sowohl für das Kutschenfahren als auch für die klassische Dressur.“

Pferd Kutsche Karst Höhle
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Die Lipizzaner werden am Gestüt von Lipica bestens gepflegt

Weltmeisterschaft der Zweispannkutschen

Vom 20. bis 24. September treten die besten Zweispänner-Fahrer bei den Weltmeisterschaften gegeneinander an. Mehr als 60 Teilnehmer aus 20 Ländern mit rund 200 Pferden werden um den Titel kämpfen, wobei es eine Einzel- und eine Gruppenwertung gibt. Der innere Teil des Hippodroms, wo die Wettkämpfe stattfinden, darf nicht mehr befahren werden, nur mehr außen herum finden die Orientierungsfahrten statt.

Gespannfahrer Mitja Mahorcic sagt über die vielseitige Vorbereitung für die Wettkämpfe: „Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft im Zweispännerfahren ist sehr lang und mühsam. Sie fordert sehr viel Energie, Einsatz und Geduld. Wichtig ist, dass wir die richtigen Pferde auswählen und mit diesen geduldig arbeiten. So kommt man dann auch zum Erfolg.“ Im neuen Museum „Lipikum“ finden Besucher viele Informationen zur Geschichte des Gestüts und der Lipizzaner.

Pferd Kutsche Karst Höhle
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Mit solchen Zweispannkutschen findet die Weltmeisterschaft statt

Höhlensystem Skocjan

Doch die Region um Lipica hat noch mehr zu bieten als wunderschöne Pferde: Schon in der Mittelsteinzeit wagten sich Menschen in die Karsthöhlen von Skocjan. Geschaffen wurde das System vom Fluss Reka, der sich seinen Weg durch das Kalkgestein gebahnt hat. Vor mehren 100.000 Jahren stürzten dann Höhlendecken über dem Fluss ein und schufen Teile des heutgien Naturschauspiels. Der Weg durch die Systeme wurde in den letzten Jahren aufwendig saniert und bietet den Besuchern die Möglichkeit eine vielzahl von Naturschönheiten zu erleben.

Pferd Kutsche Karst Höhle
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Die Karsthöhlen von Skocjan stellen ein wahres Naturschauspiel dar

Seit gut 200 Jahren werden die Höhlen erforscht und es tun sich immer wieder neue Herausforderungen auf, sagt Borut Lozej Höhlenführer in Skocjan: „Heuer hatten wir eine internationale Aktion, an der Höhlenforscher aus mehreren europäischen Ländern beteiligt waren. Wir sind in einen Abfluss eingetaucht, nun sind es bis zum eigentlichen Ziel aber noch immer drei- bis vierhundert Meter. Die Forscher haben nämlich entdeckt, dass das System verzweigter ist als von ihnen erwartet.“

Sendungshinweis:

Servus Srecno Ciao, 16.9.2017

Spaziergang über die „Teufelsbrücke“

Etwa auf halbem Weg durch das Höhlensystem trifft man auf einen Teil des Flusses Reka. Die sogenannte Teufelsbrücke, 45 Meter über dem reissenden Gebirgswasser ist für manche Besucher eine echte Herausforderung, aber auch ein unvergessliches Erlebnis.

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