Grado: Sandbaden für das Wohlbefinden

In den Thermen von Grado werden seit mehr als 70 Jahren spezielle Sand-Behandlungen angeboten. Die sogenannte Psammotherapie - einige Zeit in Vergessenheit geraten - verspricht Linderung bei zahlreichen Beschwerden.

Bis zu 64 Grad erreicht der Sand, in dem gebadet wird. Die Meerwasserthermen von Grado verfügen über getrennte Abteile für Männer und Frauen und bieten diese Behandlung schon seit Jahrzehnten an. Sie dürfte schon während der Zeit der k&k-Monarchie unter den „feinen Damen“ äußerst beliebt gewesen sein.

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Öffnungszeiten:

Von Montag bis Sonntag von 10.00 bis 21.00 Uhr, ganzjährig geöffnet.

GIT SpA - Terme Marine e Spiaggia di Grado: Viale Dante Alighieri, 72
I-34073 Grado (GO)

Telefon: +39 0431 899111
www.gradoit.it
terme@gradoit.it
info@gradoit.it

Psammotherapie erlebt Aufschwung

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts besuchte der Adel Grado wegen der Seebäder und der Meerwasserthermen. Dann rückten andere Therapie- und Wellnessangebote in den Vordergrund und die Psammotherapie geriet in Vergessenheit.

Seit einigen Jahren gebe es wieder einen „Aufschwung“, sagt Alessandro Lovato, Präsident der Meerwasserthermen von Grado. Medizinisch sei der positive Effekt zwar noch nicht dokumentiert, aber viele seiner Stammgäste schwören darauf, dass sich durch regelmäßige Sandbäder ihr Wohlbefinden steigere und man auch im hohen Alter beweglich bleibe - was natürlich auch mit einem entsprechenden Lebensstil und körperlicher Aktivität zusammenhänge.

„Schwitzdauer“ wird individuell festgelegt

Je nach Alter, Gewicht und körperlicher Konstitution dauert ein Sandbad zwischen sechs und zwölf Minuten. Bevor der Köper des Badegastes im Sand eingegraben wird, kontrolliert ein Arzt den Gesundheitszustand und legt die individuelle „Schwitzdauer“ fest. Eineinhalb bis zwei Liter Wasser verliert man durch diese „Sauna im Sand“. Dann heißt es 15 Minuten Nachruhen auf einer Liege in einem Ruheraum - eingewickelt in ein frisches Tuch erinnert man so ein bisschen an eine „Mumie“.

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„Blaue Fahne“ für besonders sauberen Sand

Leonardo Tognon von den Thermen Grado zufolge sei die Ausrichtung des Gradeser Strandes in Richtung Süden optimal für diese Therapie: „Der Sand wird konstant von der Sonne aufgeheizt. Er ist dunkler als anderswo, nimmt daher die Wärme besser auf und er gilt als besonders sauber. Denn hier in der Nähe gibt es keine Industriebetriebe. Er trägt die ‚blaue Fahne‘, eine internationale Klassifizierung.“

Wohltuend bei Rheuma

Nicht nur Sportler, wie zum Beispiel Fußballer, greifen regelmäßig auf die Psammotherapie zurück, um sich von harten Trainingseinheiten zu erholen, die Muskulatur zu entspannen oder um Verletzungen auszuheilen. Schon die alten Römer wussten über die positiven Effekte vor allem bei Rheuma und Halswirbelsäulenproblemen Bescheid. Ihre Einflüsse blieben vielerorts in Castrum, der Gradeser Altstadt, erhalten.

Sendungshinweis:

Servus, Srečno, Ciao, 15.7.17

Konzertreihe: „Musica a quattro stelle“

Auf die Besucher wartet dort heuer ein abwechslungsreiches Programm, sagt Thomas Soyer, Präsident des Konsortiums „Grado Turismo“. Das Hauptaugenmerk während der Sommermonate Juli und August liege auf einer klassischen Konzertreihe unter dem Titel „Musica a quattro stelle“ - „Musik mit vier Sternen“.

Am Donnerstag, dem 27. Juli um 21.00 Uhr wird der Konzertreigen in der Basilica Sant’Eufemia mit den Klängen von Vivaldi eröffnet. Am Freitag, dem 28. Juli, wiederum um 21.15 Uhr, steht ein Konzert unter dem Titel „Nessun dorma“ im Kongresshaus auf dem Programm.

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Die Lagune von Grado

All’Androna: Alte Rezepte mit modernem Touch

Wer die Spezialitäten Friaul Julisch Venetiens probieren möchte, hat am 25. Juli Gelegenheit dazu - unter dem Motto „Via dei sapori“ stehen auf der Diga, der Meerespromenade, Verkostungen auf dem Programm.

Die Gebrüder Tarlao sind weithin bekannt für ihre Fischspezialitäten. Seit drei Generationen betreibt ihre Familie Restaurants. Alles begann mit Großvater Narciso, der 1949 das „All’Adriatico“ gründete. Das „All’Androna“ öffnete gut 40 Jahre später seine Pforten und wird seit 2001 von Allan und seinem Bruder Attias geführt.

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Scampi-Kreation
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„Verkehrter“ Gemüsesalat

Während Allan die Gäste betreut ist Attias Reich die Küche. Auch wenn er stets offen ist für neue Kreationen ist es ihm genauso wichtig, die Wurzeln der gradeser Küche zu bewahren. So sind seine Gerichte ein bunter Mix aus Altbewährtem und Neuem, wie zum Beispiel der „verkehrte“ Gemüsesalat oder leicht angebratene Scampi mit Rosmarin auf einem Kartoffelpüree an Zucchini-Creme.

Wirte kochen vor ihren Gästen

Vor 16 Jahren hatte das Brüderpaar gemeinsam mit anderen befreundeten Wirten aus der Region die Idee zur Veranstaltung „Via dei Sapori“. Egal ob Fisch- oder Fleischgerichte oder vegetarische Köstlichkeiten - für jeden Geschmack soll etwas dabei sein.

Liste der teilnehmenden Restaurants bei „Friuli Venezia Giulia - Via dei sapori“

Das Besondere dabei ist, dass direkt vor den Besuchern gekocht werde, sagt der Mit-Initiator von „Via dei sapori“: „Wir zeigen den Gästen, worauf es bei der Zubereitung der Gerichte ankommt. Dieses Jahr machen wir zum Beispiel kleine Blinis mit Seebarsch-Carpaccio und ‚falschem‘ Kaviar.“ Was sonst noch am Speiseplan steht bleibt bis zum 25. Juli ein gut gehütetes Geheimnis der Gebrüder Tarlao.

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Küchenchef Allan Tarlao bei der Arbeit

Bootsausflug auf die Marieninsel Bar’bana

Wer den Tag gemütlich ausklingen lassen möchte, kann dies bei einem Bootsausflug durch die Lagune von Grado tun bis hin zur Isola di Bar’bana - einer der ältesten Marienwallfahrtsorte im Abendland.

Nur noch acht Mönche leben dort im Franziskanerkloster. Frate Marciano ist einer davon. Er zeigt uns den Schatz seines Ordens: Die „Schwarze Madonna“. Sie ist sonst nicht öffentlich zugänglich, maximal Pilger bekommen sie zu sehen, wenn sie sich für eine Woche oder mehr auf die Insel zurückziehen, für einen spirituellen Aufenthalt im Kloster.

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Die „schwarze Madonna“ von Bar’bana

Schwarze Madonna wurde an Land gespült

Sehenswert ist die Wallfahrtskirche und eine kleine Kappelle, die an jener Stelle erbaut wurde, wo einst die „Schwarze Madonna“ an Land gespült wurde. Die Gradeser zieht es auch immer wieder für ein Picknick auf die kleine Insel.

Einmal im Jahr, immer am ersten Sonntag im Juli, gibt es eine ganz besondere Wallfahrt nach Bar’bana. Die Fischer von Grado machen dann eine Schiffsprozession zur Insel.

Kontakt:
Santuario Beata Vergine Maria
Isola di Barbara
I-34073 Grado (GO)
Telefon: 0039/0431/80453

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