Schloss Grad: Ein Zimmer für jeden Tag

In der Region Goricko im Nordosten Sloweniens steht Schloss Grad. Es ist eines der größten Schlösser des Landes und soll früher mit 365 Zimmern eines für jeden Tag des Jahres gehabt haben. Heute kann man das Schloss mit allen seinen Werkstätten besichtigen.

Schloss Grad wird wird als Anwesen Lyndwa in Schriften Anfang des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Den heutigen Umfang erhielt das Schloss im 16. und 17. Jahrhundert. 200 Jahre später war der Bau fertiggestellt, es soll damals 365 Zimmer gegeben haben.

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Auch der Arkadenhof wird renoviert

Es folgte eine wechselvolle Geschichte, die der Bausubstanz arg zusetzte. Seit 1995 wird Schloss Grad renoviert und ist auch Sitz des Dreiländer-Naturparks Goricko-Raab-Örseg. Einige Räume sind schon fertiggestellt. Hier kann man einen kleinen Einblick in das Leben der damaligen Besitzer bekommen.

Sendungshinweis:

Servus Srecno Ciao , 6.5.2017

Appartements für den Honeymoon

Das Standesamt von Grad führt im Schloss Trauungen durch und damit sich Braut und Bräutigam gleich wie Prinz und Prinzessin fühlen können, wurden gleich drei Appartements - natürlich auch für Urlaubsgäste - adaptiert. Im Naturpark gibt es zwischen Slowenien, Österreich und Ungarn enge Kontakte, die durch gemeinsame Veranstaltungen noch intensiviert werden sollen

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Alte Darstellung

Stansilava Desnik ist Direktorin des Schlosses Grad: „Im Park Goricko arbeiten wir unter dem Motto drei Schlösser, zwei Länder, eine Geschichte, zusammen. Damit wollen wir das Publikum, vor allem Familien zum Besuch einladen, damit sie sich mit der Geschichte auseinandersetzen und auch die eine oder andere Veranstaltung besuchen.“ Eine Kunstausstellung unter dem Motto „Von hier aus - od tod“ präsentiert Werke aus Österreich und Slowenien und ist noch bis Ende Juni zu sehen.

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Heiraten im Schloss
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Rund um das Alltagsleben im Schloss

Im Schloss kann man in mehreren Räumen traditionelles Handwerk der Region erleben. In verschiedenen Orten hatten die Töpfer ihre speziellen Muster. Ein Brennkessel war fast in jedem Bauernhof vorhanden. Bei der Leinenweberei entwickelten sich bei der Dekoration der Stoffe typische Muster der Region, wenn auch die traditionelle Technik nur mehr ganz selten angewendet wird. Kräuterheilkunde war schon in Urzeiten ein Thema, und ohne Schmiede wäre die Landwirtschaft wohl unmöglich gewesen. Sogar eine Wagnerei kann man besichtigen. Schloss Grad ist täglich außer Montag von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

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Besuch im nahen Erlebnispark

Nach einer spielerischen Einführung taucht man im Erlebnispark Vulkanija ein in die wundersame Unterwelt. Es soll ja in der Nähe von einen Vulkan gegeben haben, diese Faszination wird sichtbar gemacht. Ein 3D-Film vermittelt die Geschichte von der Entstehung der Erde, Mineralien gehören auch dazu, so Tadeja Krauthaker vom Erlebnispark Vulkanija: „Der Weg durch unsere Erlebniswelt dauert eine Stunde und ist besonders geeignet für Familien mit Kindern. Sie erfahren vom Entstehen des Universums und fahren mit einem einem Lift in eine Tiefe von 6.000 Meter.“

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Diese Fahrt wird natürlich nur bildlich dargestellt, aber der so genannte Lift rüttelt und schüttelt, als ob es wirklich nach unten ginge, bis zum Magma, dem flüssigen Gestein.

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