UNIKUM nach 30 Jahren „IN SCHWEBE“

Seit 30 Jahren steht das Klagenfurter Universitäts-Kulturzentrum Unikum für gelebtes „Servus, Srecno, Ciao“ - mit vielen überraschenden, ernsthaften, provokanten aber auch augenzwinkernden Kunstaktionen wie aktuell mit „IN SCHWEBE“ am Dreiländereck.

Ein Grenzgänger in geografischen wie in künstlerischen Belangen ist das UNIKUM seit 30 Jahren. In Schwebe/vse lebdi/in sospeso ist das neueste Projekt, bei dem mehr als ein Dutzend Künstler das Dreiländereck bewirtschaften.

Kunstaktion IN SCHWEBE
UNIKUM
Einstieg zur Seilbahn aufs Dreiländereck

Kunstparcours entlang der Liftanlagen

Insgesamt 17 Künstler wurden eingeladen, sich von den Gegebenheiten am Dreiländereck inspirieren zu lassen und je eine Station eines Parcours entlang der Liftanlagen zu gestalten. Ihre Beiträge reichen von Objekt- und Textinstallationen über Landart und Konzeptkunst bis zu Video- und Fotoarbeiten.

Kunstaktion IN SCHWEBE
UNIKUM
Überraschungen sind ein Markenzeichen der UNIKUM-Veranstaltungen. So ist scheinbar Vertrautes bei näherem Hinsehen ein Arabischkurs, den „Alhamdudillah“ heißt nichts anderes als „Gottseidank“.

Manche Künstler nehmen politisch Stellung, andere lenken den Blick auf Verborgenes oder setzen ästhetische Akzente. Was davon zur Verbesserung der Welt beitragen wird, bleibt vorläufig IN SCHWEBE.

Sendungshinweis:

„Servus, Srečno, Ciao“, 3. Setpember 2016

Der „Ofen“ - ein Berg als Freiluftgalerie

Auf den ersten Blick unscheinbar, ist der 1.500 Meter hohe „Ofen“ – auf Slowenisch Peč und italienisch „Monte Forno“ genannt – ein besonderer Berg: Er markiert das Dreiländereck von Österreich, Slowenien und Italien und gilt als Ort der Begegnung einst verfeindeter Nachbarn. Der ideale Ort für ein grenzüberschreitendes Kunstprojekt, der nun als Freiluftgalerie genutzt wird.

Kunstaktion IN SCHWEBE
UNIKUM

Für mehr Pluralität, Toleranz und Demokratie

„IN SCHWEBE“ bietet Denkanstöße mittels Kunst in bester UNIKUMtradition. Gerhard Pilgram vom UNIKUM zufolge geht es darum, „dass man Menschen damit positiv beeinflussen kann, dass man vielleicht zu mehr Pluralität und Toleranz beitragen kann. Es könnte auch etwas Demokratiestärkendes haben.“

Kunstaktion IN SCHWEBE
UNIKUM

Ein Ort als Spiegelbild Kärntens

Dem UNIKUM zufolge spiegeln der Ausstellungsort und die Gemeinde Arnoldstein/Podklošter in vielerlei Hinsicht die historischen, sozialen und kulturellen Hintergründe Kärntens: Als zweisprachiges Gebiet und Schnittpunkt dreier Kulturen, als einst umkämpftes Grenzland, als historischer Industriestandort, als gefährdete Naturlandschaft und krisenanfällige Tourismusregion.

Naturjuwele mischen sich mit Bausünden, Bilder des Niedergangs mit Anzeichen des Aufschwungs, Spuren der Geschichte mit Zeugnissen der Alltagskultur. Zudem droht der freie Grenzverkehr aufgrund der Flüchtlingskrise eingeschränkt zu werden. Diese Themen kritisch zu beleuchten ist das Anliegen des Projektes.

Kunstaktion IN SCHWEBE
UNIKUM
Kunst als Erlebnis am Dreiländereck.

Weltmeister im Gestalten neuer Kunsträume

Vor 30 Jahren wollte das UNIKUM noch ein eigens Kulturhaus an der Universität Klagenfurt bauen. Doch die öffentliche Hand blieb zu, deshalb wurden die Unikümmer Weltmeister im Gestalten neuer eigener Räume für ihre Aktionen: Provokant und witzig die Kurzschlusshandlung 1999 - ein Supermarkt für politische Kunst.

Kunstaktion IN SCHWEBE
UNIKUM
Einst in der Kurzschlusshandlung erwerbbar: „Zwietracht“

Ein Schwergewicht im Programm bilden seit Jahren die kulturellen Wanderwege durch den Alpe-Adria-Raum, es sind dazu auch zahlreiche Reiseführer erschienen. Auch am Dreiländereck geht es um eine universelle Weltsicht mittels Kunst.

Kunstaktion IN SCHWEBE
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Ein Kreuzweg an der Grenze "... ohne Worte" von Gerhard Pilgram
Kunstaktion IN SCHWEBE
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Ein süffisantes Augenzwinkern ist stets dabei: Cornelius Koligs „Minenfeld“ - ein Zeitkommentar

Freude und Euphorie als Mittel der Kunst

Dass Kunst ein Erlebnis sein soll, gehört zur Philosophie des UNIKUM, Emil Krištof: „Es ist uns gelungen, auf eine spielerische Art und Weise die Chancen der Regionen im Dreiländereck und vor allem der slowenischen Minderheit in Kärnten aufzulockern. Wir wollen die Leute neugierig machen und Freude und Euphorie in dieser Gegend vermitteln.“

Kunstaktion IN SCHWEBE
UNIKUM

Noch bis 9. September am Dreiländereck

Natur und Kunst, Ernsthaftigkeit und höherer Unernst: „IN SCHWEBE/vse lebdi/in sospeso“ ist noch bis 9. September am Dreiländereck zu sehen.

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