Auszeichnung für „Servus, Srecno, Ciao“

Das Landesstudio Kärnten wurde für die Sendereihe „Servus, Srečno, Ciao“ mit dem „Otto von Habsburg Journalistenpreis 2016“ ausgezeichnet. Der ORF Kärnten erhielt somit als erste europäische TV-Anstalt am Freitagabend den MIDAS-Preis überreicht - eine Auszeichnung für die Förderung der Minderheiten-Medien und ihre Themen.

„Servus Srečno Ciao“ wurde für das Jahr 2016 als bestes Beispiel für die Vielfalt in der Berichterstattung aus dem Alpen-Adria-Raum ausgewählt. Der Preis wurde Freitagabend in Meran verliehen, Landesdirektorin Karin Bernhard und Moderatorin Waltraud Jäger nahmen den Preis, stellvertretend für das „Servus, Srecno, Ciao“-Team, entgegen. MIDAS ist die europäische Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen und wurde 2001 gegründet, zum 13. Mal wurdeder „Otto von Habsburg Journalistenpreis“ an Minderheiten-Medien vergeben.

Abbau von Vorurteilen

„Servus Srečno Ciao“ ist schon seit mehr als 16 Jahren in Radio Kärnten und seit 14 Jahren jeden Samstag nach „Kärnten heute“ ein fixer Programmpunkt des ORF Kärnten. Auch im Internet unter kaernten.ORF.at bietet der ORF regelmäßig aktuelle Informationen aus dem Alpen-Adria-Raum an. Die Idee zur überregionalen Berichterstattung wurde damals von Landesintendant Gerhard Draxler und Programmchef Willy Haslitzer umgesetzt. Ihnen war es wichtig, den Abbau von Vorurteilen zwischen den Volksgruppen zu fördern.

Der „Otto von Habsburg Journalistenpreis“ ist die zweite Auszeichnung für die ORF Kärnten Produktion, „Servus Srečno Ciao“ wurde 2014 in Brüssel mit dem European Public Communication Award in Silber ausgezeichnet.

Servus Srecno Ciao
ORF Robert Schumann
Das SSC-Team des ORF Kärnten. V.l.n.r.: Christian Maierhofer (Moderator Radio-SSC) Waltraud Jäger (SV Radio-SSC), Martin Weberhofer (Radio-Programmchef), Landesdirektorin Karin Bernhard, Arnulf Prasch (Moderator SSC), Iris Hofmeister (Moderatorin und Sendungsverantwortliche Fernseh-SSC) und Andreas Kimeswenger (Moderator Radio-SSC)

Einsatz für den Schutz der Minderheiten

Der vor einigen Jahren verstobene Otto von Habsburg war Namensgeber des Preises. Neben seiner journalistischen Tätigkeit war Habsburg auch im Europaparlament tätig und setzte sich sehr für die Osterweiterung ein. Mit dem Preis werden Journalisten ausgezeichnet, die sich für die kulturelle Vielfalt einsetzen. „Mein Vater hat sich sein ganzes Leben für Minderheiten und den Schutz von Minderheiten eingesetzt“, sagte Laudator Georg von Habsburg bei der Preisvergabe. Denn der Schutz von Volksgruppen auf europäischer Ebene sei ihm ein großes Anliegen gewesen.

Vorzeigeprojekt für kulturelle Vielfalt

Gelebter Austausch, ohne dabei die eigene Identität und die eigenen kulturellen Wurzeln aufzugeben, dazu will der ORF Kärnten mit seinen grenzübergreifenden Berichten zum kulturellen Austausch ermutigen. "Servus, Srečno, Ciao sendet seit Jahren über die Grenzen hinaus, ist ein europäisches Vorzeigeprojekt, das die kulturelle Vielfalt von Istrien bis nach Slowenien, Friaul-Julisch-Venetien und in Kärnten beleuchtet“, sagte MIDAS-Generalsekretär Günther Rautz. Regelmäßige Informationen vom Nachbarn seien sehr wichtig: „Was passiert eigentlich in Istrien, was passiert in Slowenien, in Friaul Julisch Venetien? So kann man natürlich auch Grenzen im Kopf abbauen.“

Bernhard: „Die inneren Schranken öffnen“

„Servus Srečno Ciao“ hat mit tausenden Beiträgen dazu beigetragen, das Klima im Land und zwischen den Regionen positiv zu entwickeln. „Jede Auszeichnung, die der ORF Kärnten für seine Arbeit erhält, ist nicht nur eine besondere Auszeichnung für unsere Arbeit – es ist auch Motivation für jeden für uns, das manchmal ‚Unbegreifliche‘ oder das ‚Anderssein‘ weiter zu fördern, in den Mittelpunkt zu stellen und die inneren Schranken zu öffnen, um ein Teil vom Ganzen zu werden“, so ORF-Kärnten Landessdirektorin Karin Bernhard.

Sendungshinweis:

„Servus, Srečno, Ciao“, 18.6.16

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz gratulierte dem ORF-Landesstudio zu seiner Auszeichnung: „Der ORF Kärnten leistet mit der grenzübergreifenden Berichterstattung in allen seinen Medien einen wichtigen Beitrag als Bindeglied zwischen den Kulturen. Der Blick über die ehemaligen Grenzen ermutigt die Zuseher, die Lebensweise der Nachbarn besser kennenzulernen, sie zu verstehen und von ihnen zu lernen, ohne dabei ihre eigene Identität und die eigenen kulturellen Wurzeln aufzugeben. Das Leben der Menschen im Dreiländereck zeigt, dass der ORF damit auch im Kleinen viel bewirken kann, wenn Offenheit gegenüber Vorurteilen überwiegt.“

Auszeichnung
MIDAS

Und so freut sich unser Team auf viele weitere Ausflüge durch den Alpen-Adria-Raum, um Ihnen die kulturelle Vielfalt im Herzen Europas ein Stück weit näherzubringen.

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