Herbst war zuerst zu kalt und dann zu warm

Die Wetterstatistik von September bis November zeigt, dass der diesjährige Herbst im Durchschnitt lag, auch wenn die einzelnen Monate sehr unterschiedlich waren. Außergewöhnlich war in jedem Fall der frühe Wintereinbruch.

Am 1. Dezember geht der meteorologische Herbst zu Ende. Der Herbst 2017 war in Kärnten ein durchschnittlicher, allerdings waren die einzelnen Monate sehr unterschiedlich, etwa was die Temperaturen betraf, sagt Christian Stefan von der Zentralanstalt für Meteorologe in Klagenfurt. „Der September war um rund ein Grad zu kalt, der Oktober um ein Grad zu warm und der November lag dann im Durchschnitt.“ Bemerkenswert sei die Temperaturspanne gewesen, so Stefan. „Am 1. September hatte es in Villach 27 Grad, Ende November hatte es fast minus zehn Grad in Bad Bleiberg.“

Turrach Wintereinbruch Schnee September
ORF/Peter Matha
Die Turrach am 20. September tief verschneit

In Unterkärnten regnete es öfter

Für Meteorologen relativ ungewöhnlich waren die regionalen Unterschiede bei den Niederschlagsmengen. Denn im diesjährigen Herbst war es in Unterkärnten feuchter als in Oberkärnten. „Das kommt eher selten vor“, so Stefan. Im Zentralraum Kärnten gab es um ein Drittel mehr Niederschlag. Im Mölltal bis ins Lesachtal wurde hingegen ein Drittel weniger Niederschlag registriert.

Sendungshinweis:

Radio Kärnten Mittagszeit, 29.11. 2017

Der Oktober war im ganzen Land viel zu trocken. Dafür machte die Sonne wieder Überstunden und sorgte für eine ausgeglichene Bilanz. „Im September gab es ein Defizit von 50 Prozent, im Oktober hingegen ein Plus von 50 Prozent.“

Forstsee Velden Herbst Wasser Fischen Angeln Indian Summer
ORF/Richard Kompein
Es gab aber auch den „Goldenen Herbst“, wie hier am Forstsee bei Velden

Doppelt so viel Neuschnee auf den Bergen

Außergewöhnlich war der frühe Wintereinbruch Mitte September. Auch im November gab es auf den Bergen große Neuschneemengen. „Auf dem Dobratsch fielen in diesem Herbst insgesamt schon fast zwei Meter Neuschnee, das ist fast doppelt soviel wie sonst. Und auch auf den anderen Bergen waren es deutlich mehr als der langjährige Durchschnitt“, so Stefan.

Werbung X