Diskussion um Tempo 100

Die Radio-Kärnten-Sendung „Streitkultur“ hat sich am Montagabend mit dem Streit um Tempo 100 auf der Wörtherseeautobahn beschäftigt. Die Positionen wurden bestätigt, Anrainer, Grüne und VCÖ sind dafür, Autofahrervrtreter dagegen.

Klarer Befürworter der Temporeduktion auf dem Wörtherseeabschnitt der Südautobahn ist der Verkehrsklub Österreich (VCÖ). Nicht nur die Lkws machen Lärm, sagte Markus Gansterer. Tempolimits seien eine schnell umsetzbare und günstige Möglichkeit.

Anders sehen das die Autofahrerklubs. Christian Puswald vom ARBÖ sagte, jeder wisse, dass ein Lkw mehr Dreck und Lärm als jeder Pkw verursache. Eckhard Wabnig vom ÖAMTC sieht dies auch so. Berechnungen ergeben außerdem, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Autobahnen nicht 130 sondern deutlich weniger sei. Mit Tempo 100 wäre die Reduktion wesentlich geringer als kolportiert, so Wabnig.

FPÖ: „Alibidiskussion“

Daran knüpfte auch Landesrat Gernot Darmann (FPÖ) an. Es sei eine Alibidiskussion, um von anderen Themen abzulenken. Auch Landesrat Gerhard Köfer (Team Kärnten) ist gegen Tempo 100. Das Tempolimit würde die Autobahn ad absurdum führen, sagte Köfer. 100 könne man auf der Landesstraße auch fahren, es gebe keinen Grund mehr, die Autobahn zu benutzen. Das würde er sich als Bürgermeister nicht wünschen.

Karl Großmann, Hotelier in Pörtschach sieht das anders. Er zitierte aus einer Studie zu Tempo 100. Demnach gebe es um 33 Prozent weniger Unfälle, dass das alles Lügen seien, könne er nicht glauben.

„Weniger Lärm wünschenswert“

Hilde Gaggl, Bürgermeisterin von Krumpendorf, geht es um mehr Lebensqualität durch weniger Lärm. Umweltreferent Rolf Holub (Grüne) sagte, wenn die Lärmmessungen Überschreitungen zeigen, gebe es Grundlagen für Lärmschutz. Es habe sich gezeigt, dass 100 zu fahren gesünder sei, als 130. Das könne man nicht leugnen.

Es gibt derzeit Messungen zu Lärm, Feinstaub- und Stickstoffbelastung entlang der Autobahn. Hier wird es vermutlich erst Ende des Jahres Ergebnisse geben.

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