Diskussion um Kunstprojekt Wald im Stadion

Das Kunstprojekt „Wald im Klagenfurter Fußballstadion“, das im Herbst in zwei Jahren errichtet werden soll, war Thema der „Radio-Kärnten-Sendung-Streitkultur“ am Montagabend. Die Klagenfurter FPÖ ist vehement dagegen, die SPÖ will ihm eine Chance geben.

Der erfahrene Schweizer Kulturmanager Klaus Littmann hatte die Idee für dieses Projekt, das international Aufsehen erregen und Klagenfurt Strahlkraft verleihen soll. Ausgangspunkt war eine Zeichnung des österreichischen Künstlers Max Peintner: Sie zeigt einen Wald inmitten eines Stadions unter dem Titel „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“.

Sendungshinweis:

Streitkultur, 8. Mai 2017

200 Bäume sollen im Stadio wachsen

Um diese Ausstellung zu ermöglichen, sollen 200 Bäume bereits heuer umgeschult werden, damit sie in zwei Jahren von September bis Oktober als Wald im Klagenfurter Stadion aufgestellt und anschließend im nahen Lakeside Park ausgepflanzt werden können.

Stadion Projekt Klaus Littmann  Wald
ORF
Das Bild, das den Kunstmanager inspirierte

Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz (SPÖ) sagte, man solle dem visionären Projekt eine Chance geben. Für zwei Monate werde Klagenfurt im Zentrum der Kultur stehen. Es kostet die Stadt nichts. Kritiker befürchten, dass es die Kosten von 1,5 Mio. Euro doch die Allgemeinheit zahlen müsste. Außerdem sei das Stadion zwei Monate nicht für andere Zwecke zu nutzen, kritisierte Stadtrat Wolfgang Germ. Man könne auch keine Einnahmen lukrieren. Einer der Geschäftsführer des Sportparks habe gesagt, 40.000 Euro auf jeden Fall. Er meinte außerdem, dass noch Kosten von 200.000 Euro für den Rasen dazukämen, wurde von Klaus Littmann aber unterbrochen, der sagte, er spreche die Unwahrheit, den Rasen bezahle er.

SK Austria will auch Teil von Sponsoring

Littmann garantiert der Stadt, dass er das Projekt selbst durchfinanziere, ohne öffentliche Gelder zu benötigen. Das bestätigte auch die Bürgermeisterin. Der Geschäftsführer des Sportpark Klagenfurt, Gert Unterköfler, wies darauf hin, dass das Stadion ohnehin multifunktional ausgelegt ist. Er sei froh über das Projekt, man sollte die Chance nutzen.

Sorgen bereitet das Projekt auch dem Fußballverein SK Austria Klagenfurt, der sich zu wenig gefördert sieht. Präsident Peter Svetits sagte, das Projekt bringe dem Verein gar nichts. Wenn man Sponsoren lukrieren für dieses Projekt könnte man an den Verein auch denken. Im Gespräch nach der Sendung überraschte Littmann Präsident Svetits mit der Zusage, um Einnahmen für den Klagenfurter Verein zu schaffen, wolle er versuchen, den internationalen Fußballverein FC Basel zu einem Spiel gegen den FC Klagenfurt zu bewegen.

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