Hoffnung für gekündigte Modine-Mitarbeiter

Nächsten Donnerstag gehen nun doch die Verhandlungen um einen Sozialplan für die 146 Mitarbeiter des geschlossenen Wärmetauscher-Werks Modine in Kötschach weiter. Der US-Mutterkonzern meldete sich beim Betriebsrat.

In einer Aussendung des Landes Kärnten hieß es am Donnerstag, damit gebe es neue Hoffnung, doch noch einen fairen und gerechten Sozialplan auszuverhandeln. In einem Antwortschreiben an Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), sichert der Vizepräsident der in Wisconsin (USA) residierenden Konzernleitung, Brian Agen, zu, die letzte Woche gescheiterten Verhandlungen für einen Sozialplan wieder aufzunehmen.

In dem Schreiben heißt es laut Kaiser: „Modine wird unverändert an einem ehrlichen und offenen Verhandlungsprozess festhalten, so dass wir eine Einigung hinsichtlich eines sozialen Fahrplans erzielen, der uns dabei helfen wird, unsere Arbeitnehmer durch diesen schwierigen Transformationsprozess hindurch zu unterstützen. Wir haben diese Verpflichtung auch gegenüber unserem dortigen Betriebsrat in dieser Weise kommuniziert.“ Agen stehe außerdem telefonisch für Kaiser zur Verfügung, hieß es weiter. Diese Chance will Kaiser nutzen und dem Vizepräsidenten klarmachen, dass die Mitarbeiter mit ihrem Know-How und ihrer Arbeit zum Umsatz von 1,7 Mrd. Euro beigetragen hätten.

Trauerfackelzug Modine
ORF
Die Mitarbeiter zogen mit Fackeln durch den Ort, als die Verhandlungen abgebrochen wurden

Zähe Verhandlungen um Sozialpolan

Die 146 Mitarbeiter des Wärmetauscherwerks erfuhren Mitte November, dass sie noch vor Weihnachten ihre Jobs verlieren, weil das Werk geschlossen werde. Verhandlungen über einen Sozialplan verliefen zäh und wurden letzte Woche abgebrochen. Zu weite waren die Vorstellungen von Konzern und Betriebsrat voneinander entfernt. Für die strukturschwache Region ist die Schließung ein herber Schlag, im Werk arbeiteten auch Ehepaare, die beide nun ihr Einkommen verlieren.

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