Bund legt zwei Kärntner Asylquartiere still

Der Bund legt das Asylquartier in Villach-Langauen, sowie das Heim für unbegleitete Minderjährige in Finkenstein still. Jene Asylwerber, die dort untergebracht sind, werden in Landesquartiere übernommen. Grund ist die sinkende Zahl an Asylwerbern, die zur Zeit nach Kärnten kommen.

31 unbegleitete Minderjährige in Finkenstein und 50 Asylwerber in Villach-Langauen werden bald ihre Quartiere wechseln. Der Bund legt diese Einrichtungen vorerst still, bestätigte Karlheinz Grundböck vom Innenministerium am Sonntag gegenüber dem ORF. Ziel sei es, die Infrastrukturen zusammenzufassen, damit nicht mehrere Standorte mit wenig Auslastung aufrecht erhalten werden müssen, so Grundböck.

Das Quartier in Krumfelden bei Althofen wird weiterhin geführt. Die Einrichtungen in Finkenstein und Langauen bleiben soweit auch bestehen, damit sie im Falle einer stärker werdenden Flüchtlingsbewegung wieder genutzt werden können.

Flüchtlingsquartier Langauen nimmt Betrieb auf
ORF
Flüchtlingsquartier in Langauen von außen

Fünf Mio. Euro Ersparnis durch Flüchtlingsrückgang

Etwas mehr als 3.200 Flüchtlinge befinden sich derzeit in der Grundversorgung in Kärnten. Das ist ein Tiefststand seit Beginn der Flüchlingskrise. Die Kontrollen an den Grenzübergängen bleiben weiterhin aufrecht, auch der Assistenzeinsatz Bundesheeres, bestätigte Flüchtlingsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ). Kärnten erspart sich durch die sinkende Zahl an Asylwerbern etwa fünf Millionen Euro. Diese Kosten wurden zur Zeit der Flüchtlingskrise prognostiziert und im Budget reserviert.

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