„Business Drumming“: Trommeln verbindet

Rhythmus verbindet – darauf zählen auch zunehmend Firmen. Durch gemeinsames „Business Drumming“, also trommeln, sollen sich Mitarbeiter und Chefs näher kommen. Ein Klagenfurter Coachingteam hat sich auf die Methode spezialisiert.

Seit Jahrtausenden nutzen Menschen den Rhythmus, um gemeinsam etwas zu bewegen – etwa im Ruderboot oder bei langen Fußmärschen. Die moderne Arbeitswelt hat das Trommeln jetzt wieder für sich entdeckt. Konflikte, Teambildung, Optimierung der Arbeitsabläufe – das sind einige der Anlässe, warum Firmen auf das „Business Drumming“ setzen.

Trommeln Instrument Musik
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Durch das gemeinsame Trommeln soll das Team gestärkt werden

Getrommelt werde zum Beispiel in einem gemeinsamen Rhythmus, sagt Andrea Krassnig. Sie bietet das teambildende Trommeln gemeinsam mit den Businesscoaches und Organisationsentwicklern Manfred Sadjak und Harald Schellander in Klagenfurt an.

Der Kopf macht Pause

„Der Kopf macht Pause, es macht Spaß, das hebt das Klima und verbessert die Zusammenarbeit“, so Krassnig. Lösungen für firmeninterne Konflikte zu finden, falle danach wesentlich leichter. Auch das Lachen komme dabei nicht zu kurz – und das verbinde auch sehr.

Vorkenntnisse seien nicht nötig, so Harald Schellander. „Man setzt sich einfach hin und sucht sich eines der Instrumente aus.“ Zur Verfügung stehen zum Beispiel außer Trommeln, Handpercussion, Rasseln und Shaker. Das gemeinsame Musizieren sei für die Coaches schon sehr aussagekräftig, so Schellander: „Wer schlägt auf die Pauke? Wer hört auf die anderen, wer will nur lauter als alle anderen sein?“

„Bei uns dürfen aber auch die sonst Leisen einmal zu den Lauten werden und umgekehrt“, so Krassnig. Dazu gehöre auch, dass die Instrumente getauscht werden. Auf die anderen beim gemeinsamen Musizieren zu hören, sei eine wichtige teambildende Maßnahme. Eingestimmt wird zwar mit dem Trommeln - danach gehe es aber in Gesprächen an Beratung und die Suche nach Lösungen.

Trommeln Instrument Musik
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Der Kopf wird ausgeschaltet, der Rhythmus wirkt auf das Gefühl, so der Plan

Selbstdarsteller unerwünscht

„Wir sind kein Trommelkurs und proben gemeinsam ein Stück ein“, betont Coach Manfred Sadjak. Und damit die Gemeinsamkeit im Vordergrund steht, gelten drei Regeln. „Es gibt keine Solo-Trommler und Selbstdarsteller. Regel zwei: Jeder muss auf den anderen hören.“ Ziel sei vielmehr ein „gemeinsamer groove“.

Viele Firmen würden das Drumming nach dem Coaching weiter in den Arbeitsalltag integrieren. Zum Orten der Befindlichkeiten werde da zum Beispiel am Beginn einer Sitzung gemeinsam getrommelt.

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