Hilfe bei Schluckproblemen

Bis zu 22 Prozent der über 55-Jährigen leiden an Schluckstörungen, die auch zu Lungenentzündungen führen können. Das Krankenhaus Spittal hat sich auf die Behandlung von Schluckbeschwerden spezialisiert.

Ein Zeichen für Schluckbeschwerden ist häufiges Husten beim Essen. Schwierigkeiten beim Schlucken treten bei bestimmten Erkrankungen auf, bei älteren Menschen auch ohne solche Auslöser. Die Folge sind häufige Lungenentzündungen, weil Speichel und Nahrung in die Luftwege geraten.

Schluckbeschwerden Krankenhaus Spittal
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Krankenhaus Spittal

Das Krankenhaus Spittal hat sich auf die Behandlung der Betroffenen spezialisiert. Mit Hilfe eines Screening-Projektes können diese Schluckstörungen rasch erkannt und in der Folge behandelt werden. Kürzlich wurde das Spital dafür mit dem Innovationspreis für Patientensicherheit ausgezeichnet.

Weniger Lungenentzündung, schnellere Heilung

Seit Einführung des Projektes ist die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus an einer Lungenentzündung erkrankt sind, deutlich gesunken. Durch die gezielte Therapie und Sprechtraining können die Beschwerden in den meisten Fällen geheilt oder zumindest gelindert werden.

Schluckbeschwerden Krankenhaus Spittal
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Betroffene brauchen mitunter eine spezielle Diät

Vor allem auf der Station für Akutgeriatrie wird seit vier Jahren besonderes Augenmerk auf das Erkennen und Behandeln von Schluckstörungen gelegt. Wenn eine Schluckstörung festgestellt wird, dann werde eine Logopädin zugezogen, sagt Pflegedirektorin Michaela Wutti: „Sie versucht dann, mit Therapien die Schluckbeschwerden zu verbessern.“ Wichtig sei auch, dass der Patient gefahrlose Kost bekommt, wenn nötig, muss diese Diät dann auch zu Hause eingehalten werden.

Flüssigkeiten müssen eingedickt werden

Häufig sind es auch flüssige Nahrungsmittel, die den Patienten beim Schlucken Probleme bereiten. Dann werden Wasser, Säfte oder Kaffee mit einem geschmacksneutralen Pulver eingedickt und können problemlos geschluckt werden.

Sendungshinweis:

Kärnten heute, 10. November 2017

Das Besondere an dem Projekt in Spittal ist, dass die Schluckstörungen mit einem Screening-Instrument auch von den Pflegemitarbeitern diagnostiziert werden können. Dazu wurden die Mitarbeiter speziell geschult, sagte Verwaltungsdirektorin Andea Samonigg.

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