Das größte (K)Eboard-Museum der Welt

Das Klagenfurter Eboard-Museum - offiziell das größte der Welt – feiert sein zehnjähriges Jubiläum am jetzigen Standort. 1.800 elektronische Tasteninstrumente von der Hammond-Orgel bis zum Keyboard sind zu sehen. Außerdem gibt es immer wieder außergewöhnliche Konzerte.

Seit zehn Jahren gibt es das Eboardmuseum auf dem Klagenfurter Messegelände, exakt am 5. Oktober 2007 öffnete es hier seine Pforten. Gegründet wurde das Museum von Mathematik- und Musiklehrer Gert Prix, zugleich Mitglied der „Beach Band“. Schon 1987 gründete Prix das Museum, vor zehn Jahren war die Sammlung so groß, dass am Messegelände eine neue Heimat geschaffen wurde.

Eboardmuseum Prix
Eboardmuseum Prix
Gert Prix

Rund 1.800 Schauobjekte hat Prix mittlerweile zusammengetragen, darunter die erste Hammond-Orgel „A“. Oder Instrumente, die einst von berühmten Händen bespielt wurden, etwa von Stevie Wonder, Ray Charles oder Udo Jürgens. Auf 1.700 Quadratmetern kann man die Stücke bewundern und mit Erlaubnis auch spielen. Der Name lautete zunächst klassisch „Keyboardmuseum“, doch um sich klar von rein akustischen Klavieren, Akkordeon oder auch Keyboards abzugrenzen, wurde der Name 2003 in „Eboardmuseum“ geändert.

Eboardmuseum Prix
Eboardmuseum Prix
Eboardmuseum Prix
Eboardmuseum Prix

Ein gar nicht leises Museum

Bekannt wurde das Eboardmuseum aber auch für seine zahlreichen Konzertabende, Prix machte das Museum zum Konzertsaal für besondere Rock- und Popveranstaltungen. Seit dem Bestehen waren renommierte Bands und Stars zu Gast. Heuer zum Beispiel Deep Purple-Bassist Nick Simper, im Frühjahr fand ein internationales Hammond-Treffen statt. Weiters gab es „Tributes“ für Joe Cocker, Pink Floyd, Georg Danzer, Simon & Garfunkel uvm.

Bundeslandfenster Eboardmuseum Prix Jubiläum
Eboard-Museum
Ken Hensley (Uriah Heep) spielt zum Jubiläum auf

Zur Jubiläumsfeier am 5. Oktober gastiert Ken Hensley im Museum, Gründer, Sänger, Gitarrist und Mastermind von Uriah Heep. Am 6. Oktober wird weiter gefeiert, dann rocken „Perfect Strangers“, die Deep-Purple-Tribute-Band aus Barcelona.

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Eboardmuseum
Prominenz im Eboardmuseum: Wolfgang Ambros

Wenn Jugendträume wahr werden

Mit dem Museum habe er sich wohl einen Jugendtraum erfüllt, sagt Prix. Mit 15 Jahren begann er mit der Musik, sich die elektronischen Tasteninstrumente zu kaufen, davon konnte er damals nur träumen. „Also habe ich sie studiert, viel gelesen und mich für technische Details interessiert“, so Prix.

Eboardmuseum Prix
Eboardmuseum Prix

Zeitgleich mit dem Museumsjubiläum wurde Gründer Gert Prix 60 Jahre alt, was am 29. September standesgemäß auf der Bühne gefeiert wurde.

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Eboardmuseum
Legende im Eboardmuseum: Santana-Gitarrist Alex Ligertwood

Die Hammond - eine „Kampforgel“

Musikerkollege Peter Mayr ist ebenfalls mit dem Eboard-Virus infiziert - seit drei Jahrzehnten werkt er gemeinsam mit Gert Prix an den Instrumenten. Und diese seien teils unverwüstlich, sagt Mayr. Seit 35 Jahren spiele er eine Hammondorgel, Baujahr 1959, „eine echte Kampforgel“: „Sie fiel vom Lkw, wird quer durch Europa geschleppt, nie gab es ein Problem damit.“

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