34-Jähriger starb an Überdosis

Ein 34-jähriger Klagenfurter ist nach dem Konsum von Drogen verstorben. Die Polizei verstärkt ihren Einsatz gegen den in Kärnten zunehmenden Drogenhandel weiter, erst am Wochenende wurde ein Drogenring ausgehoben.

Der 34-jährige Klagenfurter wurde am Wochenende leblos in seiner Wohnung gefunden. Weil in der Wohnung auch Drogen und eine Einwegspritze gefunden wurden, ordnete die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an. Diese ergab als Todesursache eine Gehirnschwellung in Folge Drogenkonsums, die Ermittlungen laufen. Der Klagenfurter ist in Kärnten der bereits achte Drogentote in diesem Jahr, erst im Juli war in einer Krumpendorfer Wohnung ein 27-jähriger Drogenkonsument tot aufgefunden worden – mehr dazu in Krumpendorf: Drogentoter in Wohnung gefunden.

Drogenschwemme aus den Nachbarländern

Laut Polizei gibt es derzeit eine erneute Drogenschwemme aus den Nachbarländern Slowenien und Italien nach Kärnten, das Drogenproblem nehme zu. Im Kampf gegen den zunehmenden Drogenhandel konnte die Polizei am Wochenende wieder einen Erfolg verbuchen. Seit Juni sind die Kriminalisten einer Bande auf der Spur, am Wochenende wurden neun Asylwerber, die in einer Asylunterkunft in Klagenfurt untergebracht sind, als Cannabis-Dealer ausgeforscht.

Drei Festnahmen nach Hausdurchsuchung

Der Haupttäter, ein 25-jähriger afghanischer Staatsbürger, wurde im August bei einem Suchtgifttransport von Wien nach Klagenfurt mit 1,3 Kilogramm Cannabis festgenommen. Das Suchtgift hat einen Straßenverkaufswert von rund 15.000 Euro.

Im Zuge der Erhebungen nach dieser Festnahme erfolgte eine Hausdurchsuchung, an der auch die Spezialeinheit EKO Cobra, das Landeskriminalamt sowie Suchtgiftspürhunde beteiligt waren. Dabei konnten 200 Gramm Cannabis, Bargeld und verschiedene Suchtgiftutensilien gefunden. Insgesamt wurden drei Personen festgenommen, wovon sich zwei nach wie vor in Untersuchungshaft befinden.

35 teils minderjährige Konsumenten ausgeforscht

Im Zuge der Ermittlungen wurden bei mehreren Schwerpunktkontrollen in Klagenfurt auch 35 zum Teil minderjährige Suchtgiftkonsumenten ausgeforscht. Laut Polizei handelt es sich zum Großteil um heimische Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Großraum Klagenfurt, dem Umland sowie aus der Steiermark.

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