Opatija : Kaiserfest in Istrien

Schon im 19. Jahrhundert nannte man Opatija - damals Abbazia - als wichtigstes Seebad an der Ostküste Istriens. Beim Kaiserfest kann man dieses Flair hautnah erleben, wenn Menschen in historischen Kostümen durch den Ort flanieren.

Abbazia galt ja im 19. Jahrhundert als Antwort auf das italienische Grado als Erholungsort für die bessere Gesellschaft dieser Zeit. Einmal im Jahr gibt es im Ort an der Ostküste Istriens das Kaiserfest. Da darf natürlich der Kaiser, begleitet von Gendarmen aus Kärnten, nicht fehlen.

Kaiserfest Opatja Abbazia
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Zu Gast in der Kaiserzeit

Im März 1894 empfing Kaiser Franz Josef den deutschen Kaiser Wilhelm den Zweiten in Opatija. „Wir wollen mit dem Kaiserfest unseren Gästen die Geschichte von Opatija näher bringen und ihnen auch berühmte Persönlichkeiten vorstellen, die damals schon zu uns kamen und die Zeit der Monarchie prägten“, sagte Goran Pavlovic vom Tourismusbüro Opatija.

Jedes Jahr stellen die Verantwortlichen des Festes ein abwechslungsreiches Programm zusammen, damit die Gäste die geschichtlichen Hintergründe aus dieser Zeit nachvollziehen können.

Kaiserfest Opatja
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Kaiserfest: Flanieren in historischen Kostümen

Die k.u.k. Traditionsgendarmerie aus Kärnten nimmt gerne beim Kaiserfest teil und probt konzentriert ihren Auftritt. Der Lungomare, die Küstenpromenade von Opatija, heute nach Kaiser Franz Josef benannt, wurde 1911 fertiggestellt und führt vorbei an vielen Villen, Hotels und Parkanlagen.

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Das Hotel Kvarner

Das Hotel Kvarner, ist das älteste Haus und wurde von der österreichischen Südbahngesellschaft errichtet, deren Direktor Friedrich Julius Schüler als Entdecker der Kvarner Riviera gilt. Jeder Schritt ist hier ein Kontakt mit der Geschichte, und an die erinnert auch die Traditionsgendarmerie.

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Historische Hintergründe hautnah erlebt

„Kaiser Franz Josef war es der am 8. Juni 1849 mit persönlichem Handschreiben über Vorstellung seines damaligen Innenministers Dr. Alexander Bach die Bewilligung zur Errichtung einer Genadarmerie für die in seinem Reichsrate vertretene Königreiche und Länder bewilligte“, erklärte Ernst Fojan, der Kommandant der Traditionsgendarmerie einen geschichtlichen Hintergrund. „Man muss sich vorstellen, zu diesem Zeitpunkt nach der Revolution hat es keine richtigen Sicherheitskräfte gegeben. Es wurden die Bezirkshauptmannschaften, die Gerichte, die Staatsanwaltschaften errichtet und diese Institutionen brauchten natürlich die Gendarmerie als Hilfe“, so Fojan.

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Es war die Villa Neptun, die schon zu Zeiten der Monarchie Erholungssuchenden als Quartier zur Verfügung stand. Danach erlebte sie eine wechselvolle Geschichte um schließlich 2004 als historischer Teil des neuen Hotels Miramar wieder Bedeutung zu erlangen.

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Die Villa Neptun

Dort kann Urlaub zu machen, wo sich schon der Kaiser wohlgefühlt hatte, ist auch heute noch möglich, aber natürlich mit dem Komfort und der Technik der heutigen Zeit.

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Wiener Adel auf Kururlaub am Meer

„Die Temperaturen sind hier sehr mild angepasst, im Sommer nicht zu heiß, im Winter nicht zu kalt, also wirklich ein wunderbares Klima, das man schon damals in der k.u.k Zeit entdeckte weil ja hier der Adel aus der Monarchie aus Wien herkam und hier oft seine Kururlaube verbracht hat und das nicht im Sommer sondern im Winter“, sagte Martina Riedl, die am Millstätter See aufwuchs und bereits seit 12 Jahren das Hotel leitet.

Kaiserfest Opatja Abbazia
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Sendungshinweis:

Servus, Srečno, Ciao; 8. Juli 2017

In der Hotelhalle werden zum Kaiserfest interessante Bilder gezeigt. Projekte wie das große Kurhaus, die fertig geplant waren, aber nie realisiert wurden, bieten spannende Einblicke in die Ideen der Zeit. Am 15. Juli, beim Kaiserfest in Opatija kann man sich all´ das anschauen und einen interessanten Teil der Geschichte im Alpen Adria Raum erleben.

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