Bootsunglück: Unterschiedliche Aussagen

Knapp vier Wochen nach dem Bootsunglück auf dem Wörthersee, bei dem ein Mann getötet wurde, zeigt das technische Gutachten, dass das Motorboot keine technischen Mängel aufwies. Allerdings gibt es laut Staatsanwaltschaft große Unterschiede bei den Aussagen.

Bei dem Bootsunglück kam ein 44 Jahre alter Unternehmer aus dem Waldviertel ums Leben - mehr dazu in Keine Informationen nach tödlichem Bootsunfall. Nun liegt das technische Gutachten vor. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Markus Kitz, am Mittwoch sagte, weist das Motorboot laut Gutachten keine technischen Mängel auf. Das medizinische Gutachten steht noch aus.

Ungeklärt: Opfer ertrunken oder überfahren

Der medizinische Sachverständige habe laut Staatsanwaltschaft sechs Wochen Zeit eingeräumt erhalten, um das schriftliche Gutachten zu verfassen. Es soll die Frage beantworten, ob das Opfer ertrunken ist oder doch, wie kolportiert wird, vom Boot überfahren worden ist.

Zum Hergang des Unglücks liegen derzeit unterschiedliche Aussagen vor. Wie Kitz erklärte, differieren die Aussagen der Augenzeugen stark von jenen des Bootslenkers, eines 44 Jahre alten Mannes aus dem Weinviertel. Fest steht hingegen, dass der Bootsführer zum Zeitpunkt des Unglücks alkoholisiert war.

Zeugen standen bisher unter Schock

Die beiden anderen Männer aus Niederösterreich, die ebenfalls im Boot waren, konnten unmittelbar nach dem Unglück nicht befragt werden. Sie seien unter Schock gestanden, sagte Kitz. Ihre Aussagen sind aber notwendig, die Befragung wurde nach Auskunft eines Polizeisprechers an die örtlichen Polizeibehörden in Niederösterreich delegiert. Ob die beiden bereits vernommen wurden, war vorerst nicht bekannt.

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