Sportparkmanager vor Abberufung?

Die Geschäftsführung der Sportpark GmbH in Klagenfurt soll abberufen werden, das wurde Montagabend in der Diskussionssendung „Streitkultur“ bekannt. Differenzen mit dem Referenten sollen der Grund sein. Die Stadt sagt, es gehe um eine Zusammenlegung.

In der „Streitkultur“ ging es eigentlich um ein umstrittenes Kunstprojekt, ein Wald soll auf dem Rasen gepflanzt werden.

Sportpark-Geschäftsführer Gert Unterköfler beruft sich auf eine Verschwiegenheitspflicht, sagte aber im Interview mit dem ORF, es betreffe beide, Daniel Greiner und ihn selbst. Es laufen Gespräche einer Abberufung. Sein Vertrag sei aufrecht und laufe noch rund ein Jahr, so Unterköfler. Auf die Frage, welche Differenzen es mit dem zuständigen SPÖ-Sportreferenten Jürgen Pfeiler gebe, sagte Unterköfler, dazu könne er nichts sagen.

Bereits einige Arbeitsrechtsverfahren

Die Stadt Klagenfurt führt bereits einige arbeitsrechtliche Prozesse mit Managern, die vorzeitig abberufen wurden. Auf die Frage, ob Unterköfler auch so ein Verfahren anstrebe, sagte er: „Ich glaube das ist ein Worst-Case-Szenario, darüber will ich mir jetzt gar nicht den Kopf zerbrechen. Ich glaube auch, dass die Stadt nicht diese Richtung gehen will.“ Beziehungsweise hoffe er, dass es nicht in diese Richtung gehe. Wenn einem nichts anderes übrig bleibe, müsse man solche Dinge auch bedenken, so Unterköfler.

Pfeiler: Zusammenlegung geplant

Sportreferent Jürgen Pfeiler sagte dazu, das Sportamt der Stadt und der Sportpark werden zusammengeführt. Es gehe um eine Organisationsstraffung im Rahmen der Verwaltungsreform wie sie im Gemeinderat beschossen worden sei. Alle Beteiligten seien in einem Arbeitskreis mit dabei. Die Sportparkgesellschaft werde nicht aufgelöst. Jeder solle nach seinen Stärken eingebunden werden, es sollen keine Jobs verloren gehen, so Pfeiler. Klar sei, das Thema Sport habe nun eine Ansprechstelle, dann werde die Arbeit im Hintergrund auf Mitarbeiter verteilt.

In einer Aussendung sagte FPÖ-Stadtparteiobmann Wolfgang Germ, es sei ein weiteres Köpferollen der Koalition. Eine Abberufung sei bedauerlich, weil vor allem Unterköfler als technischer Geschäftsführer ein profunder Kenner des Stadions sei.

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