HCB: Weiter Verzehrverbot für Fische

Das Verzehrverbot für Fische aus der Gurk, die das Land im Zuge des HCB-Skandals verhängt hat, bleibt aufrecht. Die Auswertung von Wasserproben zeigte eine erhöhte Belastung. Für die Görtschitz flussaufwärts gibt es Entwarnung. Positive Hinweise gibt es bei Grasproben.

In nicht amtlich gezogenen Grasproben der Wietersdorfer Zementwerke aus dem Görtschitztal sei der Schadstoff HCB nicht mehr nachweisbar, hieß es in einer Aussendung der Wietersdorfer. Albert Kreiner, der Koordinator der Landesregierung bekräftigte, das Ergebnis sei erfreulich. Um Entwarnung zu geben benötige es aber amtliche Testergebnisse, die internationalen Standards entsprechen. Diese Ergebnisse müssten innerhalb der nächsten Tage vorliegen, kündigte Kreiner an.

Die Gewässer- und Fischproben aus der Gurk und der Görtschitz wurden vom Land im vergangenen Februar genommen und ins Labor zur Auswertung geschickt - nun liegen die Ergebnisse vor. Entwarnung kann für die Gurk demnach nicht gegeben werden, sagte der Koordinator für den Hexachlorbenzol-Skandal, Albert Kreiner: „Die Untersuchungen der Fische haben unsere Vermutung bestätigt, dass flussabwärts von der Altlast in Brückl bis zur Einmündung in die Drau die Fische mit HCB und HCBD - Hexachlorbutadien - belastet sind.“ Die können daher nicht gegessen werden, so Kreiner. Für die Görtschitz flussaufwärts könne man aber Entwarnung geben.

Frage der Blaukalk-Entsorgung

Verursacher der hohen Schadstoff-Belastung in der Gurk ist damit eindeutig die Blaukalkdeponie der Donau Chemie, sagte Kreiner. Sie gilt als eine der gefährlichsten Altlasten Österreichs. Solange diese nicht fachgerecht entsorgt sei, müsse auch das Verzehrverbot für die Fische aufrecht bleiben. Seit Bekanntwerden des HCB-Skandals schreitet die Sanierung der Deponie nur sehr eingeschränkt voran. Vor allen der giftige Blaukalk kann derzeit nicht entsorgt werden.

Experten des Landes, des Bundes und der Umweltorganisationen sowie Vertreter der Donau Chemie und der Wietersdorfer Zementwerke diskutierten bereits die unterschiedlichsten Varianten, wie die Sanierung künftig erfolgen könnte. Diese werden jetzt geprüft und danach soll, auch unter Einbindung der Bevölkerung des Görtschitztales, eine Entscheidung getroffen werden.

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