HCB: Grünes Licht für Hausgärten

Obst und Gemüse aus dem Görtschitztal ist zum größten Teil nicht mit HCB belastet und kann auch im eigenen Garten angebaut werden, heißt es in einem neuen Infoflugblatt für die Görtschitztaler Bevölkerung. Gewarnt wird allerdings vor Kürbissen und Kürbiskernen.

Das Informationsblatt an die Görtschitztaler Haushalte wurde im Auftrag der Landesregierung aktualisiert und will häufig gestellt Fragen beantworten. Obst und Gemüse aus dem Görtschitztal ist zum größten Teil nicht mit HCB belastet, heißt es darin. Einzelne Proben hätten Spuren von HCB gezeigt, die jedoch für den Menschen ungefährlich seien. Ausnahme seien allerding Kürbisse und Kürbiskerne sowie Kräuter und Kräutertees. „Diese Produkte sollten aus Vorsorgegründen nicht verzehrt sondern mit dem Hausmüll entsorgt werden“, sagt Gunther Vogl vom Institut für Lebensmittelsicherheit.

Obst- und Gemüseanbau unbedenklich

„Kann ich im Frühjahr bedenkenlos Obst und Gemüse in meinem Garten anbauen?“ ist eine weitere von vielen Fragen, die sich aufgrund der HCB-Belastung die Menschen im Görtschitztal stellen. „Wir rechnen damit, dass selbst angebautes Obst und Gemüse nicht auffällig mit HCB belastet sein wird. Es kann im Frühjahr in den Hausgärten also wieder angebaut werden“, so Michael Kundi von der Medizinischen Universität dazu.

Auch auf Fragen wie „Ist der Blaukalk aus dem Baumarkt mit HCB verunreinigt?“, „Was ist bei der Entsorgung von Lebensmittel mit Schadstoffgehalt zu beachten?“ und "Kann die eigene HCB-Belastung untersucht werden?“ liefert das Flugblatt Antworten. Es wurde den Gemeinden zur Verteilung übermittelt und ist auch auf der Homepage der Landesregierung abrufbar.

Zukunftsplan wird erarbeitet

Die Landespolitik will indes weiterhin die finanziellen Auswirkungen des Umweltskandals für das Görtschitztal eindämmen. In der Regierungssitzung am Dienstag werde deswegen das Regionalmanagement Kärnten Mitte mit der Erarbeitung eines Zukunftsprogramms „Görtschitztal Masterplan 2015+“ beauftragt, sagte LH Peter Kaiser (SPÖ) am Samstag. Wirtschaft, Experten und die Bevölkerung sollen dabei eingebunden werden. Kaiser: „Nur durch eine breite Bürgerbeteiligung kann und wird der Neustart für das Görtschitztal gelingen.“ Finanziert werden soll der Plan und seine Umsetzung auch mit EU-Geldern.

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