HCB: Neustart für Molkerei Sonnenalm

Die regionale Molkerei Sonnenalm in Klein St. Paul will im Februar ihre Produktion wiederaufnehmen. Der Betrieb wurde Anfang Dezember eingestellt, nachdem HCB in einer Milchprobe gefunden worden war. Jetzt bereitet die Molkerei einen Neustart vor.

Derzeit steht der Betrieb in der Molkerei Sonnenalm im Görtschitztal still, lediglich Ziegenmilch aus anderen Regionen wird verarbeitet. Der Großteil der 20 Mitarbeiter ist mit der Vorbereitung des geplanten Neustart beschäftigt. Gespräche mit früheren Kunden machen Mut, sagte Sonnenalm-Geschäftsführer Hannes Zechner: „Wir sind absolut überrascht, dass wir so positive Rückmeldungen haben. Eine Vielzahl von Kunden haben schon angefragt, wann es unsere Produkte wieder gibt.“ Es sei nötig, ein lückenloses Qualitätssicherungssystem aufzubauen, das den Konsumenten Sicherheit gebe, so Zechner.

Bei diesem Qualitätssicherungssystem will sich die Sonnenalm nicht allein auf Eigenkontrollen verlassen, sondern auch Behörden und Institute einbeziehen, sagte Zechner. Es gebe im Görtschitztal wissenschaftliche Begleitung, wo genau geschaut werde, wie sich das HCB verhalte. Man sehe ja, dass der Futtertausch Wirkung zeige. Man brauche noch ein paar Wochen für eine Testproduktion, sagte Zechner. Diese werde dann genau analysiert. Allerfrühestens könne man im Februar mit der Produktion starten.

Keine Änderung des Markennamens

Offen ist noch, ob die Milch bereits zum geplanten Neustart-Termin von den Görtschitztaler Bauernhöfen komme oder vorerst aus anderen Regionen zugekauft werde. Es werden laut Zechner viele Modelle diskutiert. Möglich sei es auch, Partner ins Boot zu holen, die Milch müsse höchste Qualität haben. Die Bauern und die Kühe brauchen im Görtschitztal auch noch Zeit. Überlegt und wieder verworfen worden sei auch die Änderung des Markennamens Sonnenalm, sagt Geschäftsführer Zechner. Letztendlich sei es doch eine eingeführte Marke, die trotz HCB-Skandals ein hohes Vertrauen der Konsumenten genieße.

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