Pläne für neue Nassfeld-Pontebba-Bahn

Nach fast 20 Jahren Hin und Her zwischen der Politik in Italien und in Kärnten sind die Pläne für eine Seilbahn von Pontebba im Kanaltal auf das Nassfeld fertig. Freitagabend wurde das Projekt in Pontebba potenziellen Investoren vorgestellt.

80 Millionen Euro sollen in die Seilbahn von Pontebba auf das Nassfeld investiert werden, den Großteil zahlt die Region Friaul. Sechs Millionen Euro wurden vom Land Kärnten für das Projekt zugesagt - unter der Voraussetzung, dass 600 Hotelbetten bei der Talstation in Pontebba errichtet werden. In Italien wird noch nach Investoren gesucht, die 25 Millionen Euro in das Tourismusprojekt stecken wollen. Der Projektkoordinator in Friaul, Werner Krcivoj, ist nach der Projektpräsentation überzeugt, Investoren zu finden: „Der politische Beschluss ist da, das war das Schwierigste. In den nächsten Monaten läuft das Bewilligungsverfahren, die Finanzierung wird sich dann auch klären.“

Nassfeld-Liftbetreiber würde Risiko übernehmen

Aus Kärnten kommt ein weiterer Anreiz: Die Liftbetreiber auf dem Nassfeld würden das Risiko der privaten Investoren in Höhe von 25 Millionen Euro übernehmen. Wohl auch deshalb, weil auch Kärnten von den vielen tausenden zusätzlichen italienischen Gästen profitieren würde. Für Pontebba würde der Bau der Seilbahn jedenfalls einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung bedeuten. Jetzt ist der Ort fast ausgestorben. Werner Krcivoj: „Es beginnt eine neue Welt für Pontebba. Es gab hier einmal 5.000 Einwohner, jetzt sind es nur noch 1.500. Es gibt enorme Bauvolumen, die leer stehen. Mit einem Skigebiet wie dem Nassfeld hat Pontebba die große Chance auf eine neue Ära.“

Werden Investoren gefunden und passiert nichts mehr Unerwartetes, soll mit dem Bau der Seilbahn von Pontebba auf das Nassfeld in eineinhalb Jahren begonnen werden.

Links:

Werbung X